Gorch Fock I und Gorch Fock II: Unterschiede im direkten Vergleich

Gorch Fock I und II: Unterschiede im direkten Vergleich

Gorch Fock I und Gorch Fock II: Unterschiede im direkten Vergleich

Die Gorch Fock I ist das 1933 gebaute ehemalige Segelschulschiff, das heute als Museumsschiff in Stralsund liegt. Die häufig als Gorch Fock II bezeichnete Bark wurde 1958 gebaut und dient der Deutschen Marine als aktives Segelschulschiff mit Heimathafen Kiel. Es handelt sich um zwei eigenständige Schiffe – nicht um ein und dasselbe Schiff vor und nach einer Restaurierung.

Gleicher Name, ähnliche Silhouette, unterschiedliche Lebensläufe: Die beiden Großsegler werden leicht verwechselt. Beide stammen von der Hamburger Werft Blohm & Voss, beide besitzen drei Masten und beide wurden für die seemännische Ausbildung gebaut. Trotzdem liegen zwischen ihren Stapelläufen 25 Jahre. Auch Größe, Nutzung und Geschichte unterscheiden sich deutlich.

Hier erfährst du, woran du die beiden Schiffe auseinanderhältst, warum das ältere zeitweise Towarischtsch hieß und welches heute noch zur See fährt.

Die wichtigsten Unterschiede im Überblick

Wenn du nach dem Unterschied zwischen Gorch Fock I und II suchst, helfen zunächst drei Angaben: Baujahr, Heimathafen und heutige Aufgabe. Die ältere Bark gehört nach Stralsund und in die maritime Museumsgeschichte. Die jüngere gehört zur Deutschen Marine und hat ihren Heimathafen in Kiel.

Merkmal Gorch Fock I Gorch Fock von 1958, oft Gorch Fock II genannt
Baujahr 1933 1958
Bauwerft Blohm & Voss, Hamburg Blohm & Voss, Hamburg
Stapellauf 3. Mai 1933 23. August 1958
Indienststellung Juni 1933 17. Dezember 1958
Ursprünglicher Auftraggeber Reichsmarine Bundesmarine
Schiffstyp Dreimastbark mit Stahlrumpf Dreimastbark mit Stahlrumpf
Gesamtlänge einschließlich Bugspriet Rund 82 Meter Rund 89,3 Meter
Breite Rund 12 Meter Rund 12 Meter
Frühere weitere Bezeichnung Towarischtsch, auch Tovarishch geschrieben Keine entsprechende Umbenennung in Towarischtsch
Spätere Ausbildungstätigkeit Unter anderem Ausbildung für die sowjetische Handelsflotte Ausbildung für die Deutsche Marine
Heutiger Heimathafen beziehungsweise Liegeort Stralsund Kiel
Heutige Hauptaufgabe Historisches Museumsschiff; musealer Ausbau Aktives Segelschulschiff
Reguläre Ausbildungsreisen heute Nein Ja
Besichtigung Nach aktuellem Öffnungs- und Baustellenbetrieb Bei entsprechend angekündigten Besuchsmöglichkeiten

Merksatz: Gorch Fock I = 1933 und Stralsund. Gorch Fock von 1958 = Marine und Kiel.

Warum gibt es zwei Gorch Fock?

Die einfache Erklärung: Der Name wurde für zwei verschiedene Segelschulschiffe verwendet. Als die Bundesmarine in den 1950er-Jahren ein neues Ausbildungsschiff erhielt, befand sich die ursprüngliche Gorch Fock nicht mehr im deutschen Dienst.

Das ältere Schiff war nach dem Zweiten Weltkrieg an die Sowjetunion gelangt und wurde dort unter einem anderen Namen eingesetzt. Der Neubau von 1958 nahm den Namen Gorch Fock wieder auf, war aber ein eigenständiges Schiff mit neuem Rumpf und eigener Dienstgeschichte.

Wer war der Namensgeber?

Beide Segelschulschiffe sind nach dem Schriftsteller Johann Wilhelm Kinau benannt. Er stammte aus Hamburg-Finkenwerder und veröffentlichte unter dem Pseudonym Gorch Fock. Zu seinen bekannten Werken gehört „Seefahrt ist not“.

Kinau starb 1916 als Matrose auf dem Kreuzer SMS Wiesbaden in der Skagerrakschlacht. Der gemeinsame Namensgeber erklärt den identischen Schiffsnamen, nicht aber eine gemeinsame Identität der beiden Schiffe.

Gehört „II“ zum offiziellen Schiffsnamen?

Das aktive Segelschulschiff der Deutschen Marine heißt Gorch Fock. Der Zusatz „II“ dient vor allem dazu, es im Gespräch oder in Texten von der älteren Bark zu unterscheiden. Er ist nicht Bestandteil des offiziellen Namens des Marineschiffs.

Für eine eindeutige Zuordnung sind deshalb die Bezeichnungen Gorch Fock von 1933 und Gorch Fock von 1958 besonders hilfreich. Beim Museumsschiff in Stralsund ist die Schreibweise Gorch Fock I beziehungsweise Gorch Fock (I) gebräuchlich.

Gorch Fock I: Die Bark von 1933

Die erste der beiden Barken entstand 1933 bei Blohm & Voss in Hamburg. Am 3. Mai lief sie vom Stapel, im Juni desselben Jahres wurde sie in Dienst gestellt. Auftraggeber war die damalige Reichsmarine.

Der Bau stand im Zusammenhang mit dem Verlust des Segelschulschiffs Niobe im Jahr 1932. Die neue Bark sollte die seemännische Ausbildung fortführen. Ihre Geschichte verlief jedoch keineswegs geradlinig: Auf Ausbildungsreisen folgten Krieg, Selbstversenkung, Bergung und eine lange zweite Laufbahn unter anderer Flagge.

Ausbildung und Kriegsjahre

In den 1930er-Jahren wurde die Gorch Fock zur Ausbildung des Marinenachwuchses eingesetzt. Während des Zweiten Weltkriegs diente sie unter anderem als Wohnschiff.

Am 30. April 1945 wurde sie im Strelasund von deutscher Seite selbst versenkt. Das war allerdings nicht das Ende ihres Lebenslaufs: 1947 wurde das Schiff auf sowjetische Veranlassung gehoben und anschließend instand gesetzt.

Unter dem Namen Towarischtsch

Nach der Bergung begann eine neue Phase. Die frühere Gorch Fock kam als Reparationsgut in sowjetische Hand und erhielt den Namen Towarischtsch, sinngemäß „Kamerad“. In internationaler Schreibweise begegnet dir auch Tovarishch.

Unter diesem Namen diente sie der Ausbildung für die sowjetische Handelsflotte. Nach dem Zerfall der Sowjetunion fuhr sie unter ukrainischer Flagge. Wichtig ist diese Unterscheidung: Die spätere Ausbildungslaufbahn lässt sich nicht einfach als fortgesetzter Dienst bei derselben Marine beschreiben.

Rückkehr nach Deutschland und Stralsund

2003 kaufte der Verein Tall-Ship Friends das Schiff und ließ es nach Stralsund bringen. Dort erhielt es seinen früheren Namen zurück und wurde als Museumsschiff bekannt.

Die Rückkehr war keine Wiederindienststellung bei der Deutschen Marine. Während die ältere Bark in Stralsund für ihre historische Bedeutung erhalten wurde, setzte das 1958 gebaute Schiff seine eigene Laufbahn als Marinesegelschulschiff fort.

Gorch Fock von 1958: Ausbildungsschiff der Marine

Die jüngere Gorch Fock wurde ebenfalls bei Blohm & Voss in Hamburg gebaut. Ihr Stapellauf fand am 23. August 1958 statt, die Indienststellung am 17. Dezember 1958.

Sie entstand für die Bundesmarine und gehört heute zur Deutschen Marine. Ihr Heimathafen ist Kiel. Sie steht damit für eine andere Epoche als die 1933 gebaute Vorgängerin, auch wenn beide dieselbe seemännische Ausbildungsform verkörpern.

Was lernen die Besatzungsmitglieder an Bord?

Das Segelschulschiff vermittelt praktische Seemannschaft. Segel setzen und bergen, Wache gehen und in der Takelage arbeiten: Viele Abläufe lassen sich nur gemeinsam bewältigen.

Dabei geht es nicht allein um die Bedienung eines historischen Riggs. Die Ausbildung verbindet körperliche Arbeit mit Verantwortung, eindeutiger Kommunikation und Führung. Entscheidungen über Kurs, Segelführung und Manöver haben unmittelbare Folgen für Schiff und Mannschaft.

Warum ein Segelschiff in einer modernen Marine?

Auf einem Großsegler werden Naturkräfte direkt erfahrbar. Wind und Seegang bestimmen den Alltag mit, während zahlreiche Handgriffe ineinandergreifen müssen. Das verlangt vorausschauendes Handeln und verlässliche Zusammenarbeit.

Die Gorch Fock von 1958 ist deshalb kein Museumsschiff mit gelegentlichen Ausfahrten. Ihre traditionelle Takelage erfüllt einen aktiven Ausbildungszweck. Zusätzlich zu diesem Auftrag repräsentiert das Schiff Deutschland bei internationalen Hafenbesuchen und Großseglerveranstaltungen.

Maße, Masten und Segel vergleichen

Die Gorch Fock von 1958 ist rund sieben Meter länger als die Gorch Fock I. Beide Schiffe sind etwa zwölf Meter breit. Trotz ähnlicher Proportionen sind sie also nicht maßgleich.

Für einen sinnvollen technischen Vergleich musst du auf die Bezugsgrößen achten. Eine Gesamtlänge einschließlich Bugspriet darf nicht mit einer reinen Rumpflänge verglichen werden. Ebenso sind historische Segeldaten eines Museumsschiffs keine Aussage über einen heutigen Segelbetrieb.

Welche Gorch Fock ist größer?

Die ältere Bark misst über alles rund 82 Meter. Die jüngere erreicht einschließlich Bugspriet rund 89,3 Meter. Der Größenunterschied betrifft damit die Gesamtlänge, nicht die Anzahl der Masten.

Bei beiden Schiffen sind es drei. Ihre Namen lauten von vorn nach achtern Fockmast, Großmast und Besanmast. Diese Gemeinsamkeit ist einer der Gründe, warum die Schiffe auf Fotos ähnlich wirken.

Sind beide Schiffe Dreimastbarken?

Ja. Bei einer Dreimastbark tragen die beiden vorderen Masten Rahsegel, während der achterste Mast längsschiffs stehende Segel führt. Genau dieses Grundprinzip prägt beide Gorch-Fock-Schiffe.

Ein Barkrigg ist jedoch keine Aussage darüber, dass zwei Schiffe identisch gebaut sind. Es beschreibt zunächst die Art der Takelung. Unterschiedliche Abmessungen und technische Ausrüstungen sind damit ohne Weiteres vereinbar.

Wie viele Segel haben beide Schiffe?

Für die Gorch Fock I wird eine historische Segelgarnitur von 23 Segeln angegeben. Auch die aktive Gorch Fock von 1958 besitzt 23 Segel.

Die gleiche Anzahl bedeutet nicht, dass die einzelnen Segel dieselben Maße haben. Sie bedeutet auch nicht, dass die ältere Bark heute unter Segeln fährt: Bei ihr beschreiben solche Daten die Auslegung beziehungsweise frühere Nutzung des Schiffes.

Wie unterscheiden sich die Segelflächen?

Für die Gorch Fock I wird eine historische Segelfläche von rund 1.800 Quadratmetern genannt, darunter die genauere Angabe von 1.797 Quadratmetern. Für das aktive Marineschiff nennt eine aktuelle Beschreibung ebenfalls rund 1.800 Quadratmeter.

Daneben finden sich für das Schiff von 1958 andere Flächenangaben, etwa Werte um 2.000 Quadratmeter. Aus diesen unterschiedlichen Zahlen allein lässt sich kein sauberer Größenvergleich ableiten. Dazu müssten Segelgarnitur, Erfassungszeitpunkt und zugrunde liegende Berechnung übereinstimmen. Für die sichere Unterscheidung der Schiffe sind Baujahr, Gesamtlänge und heutige Aufgabe deutlich hilfreicher.

Ist die Gorch Fock II ein Nachbau?

Die Gorch Fock von 1958 ist kein maßstabsgleicher Nachbau der Gorch Fock I. Sie gehört zur selben Familie von Segelschulschiffen und greift deren Konstruktionsprinzip auf, ist aber größer und als eigenständiger Neubau entstanden.

Auch „restaurierte Gorch Fock I“ wäre falsch. Eine Restaurierung erhält ein bestehendes Schiff. Der Bau von 1958 schuf dagegen ein weiteres Schiff, während die Bark von 1933 weiterhin existierte.

Schwesterschiffe, aber nicht baugleich

Zur Schiffsfamilie gehören außerdem die heute unter den Namen Eagle, Sagres und Mircea bekannten Segelschulschiffe. Der Begriff Schwesterschiffe ist hier als Zugehörigkeit zu einer verwandten Baureihe zu verstehen, nicht als Garantie identischer Maße.

Für die beiden Gorch Fock passt deshalb die Einordnung: verwandte Konstruktion, ähnliche Erscheinung, zwei unterschiedliche Schiffe. Das erklärt ihre Nähe, ohne technische Unterschiede zu verwischen.

Stralsund oder Kiel: Welches Schiff liegt wo?

Die Zuordnung der Orte ist besonders praktisch, wenn du einen Besuch planst oder ein Foto einordnen möchtest. Stralsund steht für die Gorch Fock I von 1933. Kiel ist der Heimathafen des Marineschiffs von 1958.

Ein Heimathafen ist dabei kein ständig aktueller Standort. Das aktive Schiff kann sich auf Ausbildungsreise, in einem anderen Hafen oder in einer Werft befinden.

Gorch Fock I in Stralsund besuchen

Die ältere Bark gehört zum maritimen Bild des Stralsunder Stadthafens. Sie liegt im Bereich der Hafeninsel an der Fährbrücke und wird als historisches Museumsschiff erhalten.

Wichtig für die Besuchsplanung: Stand Oktober 2026 befindet sich die museale Weiterentwicklung noch im Aufbau. Die Hansestadt hat 2026 ein neues Ausstellungskonzept ausgeschrieben; dessen Umsetzung ist ab 2027 vorgesehen. Ein vollständig zugängliches Schiffsinneres solltest du daher nicht ohne aktuelle Prüfung voraussetzen. Öffnungszeiten und zugängliche Bereiche können durch die Arbeiten eingeschränkt sein.

Gorch Fock von 1958 in Kiel sehen

Der Heimathafen des aktiven Segelschulschiffs ist Kiel. Während Ausbildungsreisen ist es dort selbstverständlich nicht anzutreffen.

Eine Besichtigung ist außerdem nicht mit einem gewöhnlichen Museumsbesuch gleichzusetzen. Wer das Marineschiff von innen sehen möchte, sollte auf ausdrücklich angekündigte Besuchsmöglichkeiten achten. Ein Liegeplatz im militärischen Bereich bedeutet keinen freien Zugang.

Fährt die Gorch Fock I wieder zur See?

Die Gorch Fock I fährt derzeit nicht im regulären Ausbildungsbetrieb zur See. Die Sanierungsmaßnahmen in Stralsund dienen ihrer dauerhaften Erhaltung und Nutzung als Museumsschiff.

Dabei ist eine wichtige begriffliche Trennung nötig: Schwimmfähigkeit ist nicht dasselbe wie Fahrtüchtigkeit oder Segelfähigkeit. Ein Schiff kann sicher am Liegeplatz liegen, ohne die Voraussetzungen für eine Seereise zu erfüllen. Die Herstellung der Fahrt- und Segelfähigkeit ist im städtischen Museumsprojekt nicht vorgesehen.

Das aktive Segelschulschiff ist somit die Gorch Fock von 1958. Wenn von einer Ausbildungsreise der Deutschen Marine die Rede ist, ist nicht das Stralsunder Museumsschiff gemeint.

Fünf Verwechslungen einfach geklärt

„Die ältere Gorch Fock wurde später zur Gorch Fock II“

Nein. Die Bark von 1933 und das Schiff von 1958 sind zwei eigenständige Neubauten. Die römischen Ziffern helfen lediglich bei der Unterscheidung.

„Towarischtsch war der frühere Name des heutigen Marineschiffs“

Nein. Towarischtsch war der spätere Name der Gorch Fock I von 1933. Das aktive Segelschulschiff von 1958 hat diese Namensphase nicht durchlaufen.

„Das Schiff in Stralsund ist das aktuelle Ausbildungsschiff“

Nein. In Stralsund liegt die ältere Bark als Museumsschiff. Die Deutsche Marine bildet auf der Gorch Fock von 1958 aus.

„Weil beide 23 Segel haben, sind sie gleich groß“

Nein. Die Segelzahl beschreibt nicht die Größe des Rumpfes oder jedes einzelnen Segels. Die jüngere Bark ist trotz gleicher Segelzahl rund sieben Meter länger.

„Nach einer Sanierung ist ein Schiff automatisch wieder seetüchtig“

Nein. Entscheidend ist das Ziel der Arbeiten. Beim Stralsunder Museumsprojekt geht es um den Erhalt und die museale Nutzung des Schiffes, nicht um die Wiederaufnahme von Ausbildungsreisen.

FAQ zu Gorch Fock I und II

Was ist der wichtigste Unterschied zwischen Gorch Fock I und II?

Die Gorch Fock I wurde 1933 gebaut und liegt als Museumsschiff in Stralsund. Die Gorch Fock von 1958, häufig Gorch Fock II genannt, ist das aktive Segelschulschiff der Deutschen Marine mit Heimathafen Kiel.

Gibt es wirklich zwei Schiffe namens Gorch Fock?

Ja. Es gibt zwei erhaltene Segelschulschiffe dieses Namens: die Bark von 1933 und die Bark von 1958. Die Zusätze I und II beziehungsweise die Baujahre helfen, beide auseinanderzuhalten.

Welche Gorch Fock ist die ältere?

Die Gorch Fock I von 1933 ist die ältere der beiden Barken. Ihr Stapellauf fand am 3. Mai 1933 statt, 25 Jahre vor dem Stapellauf des jüngeren Schiffes.

Wo liegt die Gorch Fock I?

Die Gorch Fock I liegt in Stralsund im Stadthafen an der Hafeninsel. Sie wird dort als historisches Museumsschiff erhalten und museal weiterentwickelt.

Wo ist der Heimathafen der Gorch Fock II?

Der Heimathafen der Gorch Fock von 1958 ist Kiel. Ihr tatsächlicher Aufenthaltsort hängt von Ausbildungsreisen, Hafenbesuchen und Werftzeiten ab.

Welche Gorch Fock fährt noch?

Die Gorch Fock von 1958 fährt als aktives Segelschulschiff der Deutschen Marine. Die ältere Gorch Fock I in Stralsund unternimmt keine regulären Ausbildungsreisen.

Welche Gorch Fock hieß Towarischtsch?

Die Gorch Fock I von 1933 trug nach dem Zweiten Weltkrieg den Namen Towarischtsch. Sie wurde unter diesem Namen für die Ausbildung der sowjetischen Handelsflotte eingesetzt und fuhr später unter ukrainischer Flagge.

Sind Gorch Fock I und II gleich groß?

Nein. Die Gorch Fock I ist einschließlich Bugspriet rund 82 Meter lang, die Gorch Fock von 1958 rund 89,3 Meter. Beide sind ungefähr zwölf Meter breit.

Wie viele Masten haben die beiden Schiffe?

Beide besitzen drei Masten: Fockmast, Großmast und Besanmast. Beide sind als Dreimastbarken getakelt.

Ist die Gorch Fock II ein Nachbau der ersten?

Sie ist kein identischer Nachbau. Das 1958 gebaute Schiff gehört zur gleichen Konstruktionsfamilie, ist aber größer und besitzt eine eigenständige Bau- und Dienstgeschichte.

Warum heißen beide Schiffe Gorch Fock?

Beide wurden nach dem Schriftsteller Johann Wilhelm Kinau benannt, dessen Pseudonym Gorch Fock lautete. Der gemeinsame Name bedeutet nicht, dass es sich um dasselbe Schiff handelt.

Kann man beide Schiffe besichtigen?

Bei der Gorch Fock I richtet sich ein Besuch nach dem aktuellen Öffnungs- und Baustellenbetrieb in Stralsund. Beim aktiven Marineschiff sind Besichtigungen nur im Rahmen entsprechend angekündigter Möglichkeiten vorgesehen.


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